Lucas Arts
Legendäres Studio schließt, 1313 eingestampft

geschrieben von Timo Schmidt am 04.04.2013, 15:56

Viele haben es kommen sehen, andere schauten entsetzt weg. Was für die meisten Videospiel-Veteranen und Fans des Star Wars-Universums nicht einmal denkbar wäre trat nun ein und die grausige Nachricht trifft wie ein Schlag mitten ins Herz.

Lucas Arts, ehemals Lucas Film Entertainment, wurde nach 30 traditionsbeflügelten Jahren nun von Disney nach dem Aufkauf der Studios nun gänzlich geschlossen. Somit landen nicht nur 150 Mitarbeiter auf der Straße, sondern auch langersehnte Titel rund um das Lichtschwert, die Macht und Klonkrieger im Bürokraten-Papierkorb. Star Wars 1313 beispielsweise, welches noch letztes Jahr sein Debüt feierte, wird somit nichtmehr in dieser Form das Licht der Welt erblicken.

"Nach Überprüfung unserer Position auf dem Spielemarkt, haben wir uns entschieden LucasArts von einem internen Entwicklerstudio in ein Lizensierungsmodell umzuwandeln, um die Risiken des Unternehmens zu minimieren und ein breiteres Portfolio an qualitativen Star Wars-Spielen zu erreichen", so ein Statement aus der Führungsriege. "Als Resultat dieser Veränderung, mussten wir in der gesamten Organisation Entlassungen vornehmen."

Das nun geschlossene Studio ist in vielerlei Hinsicht womöglich der wegweisendste Entwickler schlechthin gewesen. Mit Monkey Island, der legendären Geschichte um Möchtegern-Piraten Guybrush Threepwood, Maniac Mansion und vielen anderen Adventures hat es sich als eines der ersten einen ganz besonderen Platz in unseren Herzen gesichert und wird dort auf ewig verweilen. Was mit den Lizenzen der mittlerweile mehr als zwei Dutzend Star Wars-Titel geschieht, bleibt ungewiss und ob Disney an die Qualitäten des Originals herankommt bleibt ebenso abzuwarten. Wir wünschen allen Mitarbeitern, die sich nun neu orientieren müssen, viel Glück für die Zukunft.